EWS GmbH & Co. KG
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Energiepflanzenanbau

Die Biogasanlage muss täglich mit frischem Inputmaterial gefüttert werden. Nur so ist eine kontinuierliche Gasproduktion moglich.

Als Input werden in der Biogasanlage Rittergut Hofspiegelberg folgende Materialen verwendet:
  1. ca. 60 % Silomais, Zuckerrüben
  2. ca. 22 % Schweinegülle
  3. ca. 18 % Hühnertrockenkot
Alle Materialien werden bei der Anlieferung auf der Fahrzeugwaage verwogen um stets eine genau Abrechnung und Bilanz vorweisen zu können.

Der Silomais wird im Wesentlichen in einem Umkreis von bis zu 10 km um die Anlage herum angebaut. Er wächst auf den Flächen in einer ordentlichen Fruchtfolge und ist somit für den nachhaltigen Ackerbau eine weitere interessante Frucht zu dem sonst so dominierenden Winterweizen. Der Mais wird im Frühjahr gedrillt und Ende September bis Anfang Oktober durch einen Lohnunternehmer geertet. Der Silomais bietet dem Ackerbau somit eine gewisse Arbeitsentlastung in den Spitzenzeiten. Bei dem erheblichen Transportaufkommen vom Feld zur Silofläche auf der Anlage achten wir stets darauf die Ortschaften bestmöglich zu meiden. Nur so ist eine dauerhafte Aktzeptanz möglich. Der Silomais wird auf der Miete mit etwa 32-38 % Trockensubstanzgehalt eingelagert und von mindestens zwei Schleppern festgefahren, so dass er möglichst dicht lagert. Durch eine sauerstoffdichte Abdeckung wird am Ende sichergestellt, dass keine Vergärung schon während der Lagerung geschieht.

Die Schweinegülle beziehen wir von einem Schweinestall aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Die Gülle wird alle 3 - 4 Wochen zugefahren und in der Güllevorgrube gelagert. Die Gülle stabilisiert die Prozessbiologie und erleichert so einen gleichmäßigen Anlagenbetrieb. Außerdem wird der Gülle in der Anlage lediglich die Energie in Form von Gas entzogen. Alle weiteren Nährstoffe wie Phosphor, Kali und Stickstoff stehen nach der Vergärung geruchsneutral weiterhin zur Verfügung. Es ist also ökologisch und ökonomisch sehr sinvoll die Gülle einzusetzen.

Der Hühnertrockenkot hat für eine Biogasanlage in Zusammenhang mit den dazugehörigen Ackerbaubetrieben mehrere Vorteile. Die Ware wird aus sogenannten Nährstoffüberschussregionen just in time zu uns geliefert und in einem abgetrennten Bereich der Lagerhalle gelagert. Entsprechend den oben getroffenen Angaben wird der Hühnertrockenkot täglich gefüttert und vergoren. Durch die Vergärung wird ebenso wie bei allen anderen Inputstoffen die Energie entzogen. Die Grundnährstoffe bleiben aber auch hier geruchsneutral im Gärsubstrat, dem Endprodukt, vorhanden. Durch die Ausbringung des Gärsubstrates auf die Flächen sparen wir uns den Kauf teuren Mineraldüngers und betreiben mit den Nährstoffen stattdessen eine Art Kreislaufwirtschaft.
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EWS GmbH & Co. KG * Spiegelberg 5 * 31020 Salzhemmendorf